Dienstag, 10. Januar 2017

[Haarbande] Haare schneiden: Frisör? Was ist denn das?!


Unser heutiges Thema ist "Haare schneiden". Banal? Nö, absolut nicht! Die meisten gehen zum Frisör, oft auch pünktlich alle 4-6 Wochen und lassen dort gerne mal viel Geld und kommen mit einem neuen Styling heraus. Wie sieht das nun aus bei Langhaars? Die eventuell noch weiter wachsen lassen wollen und maximal mit Farbe oder kleinen Schnitten experimentieren? Daher erzählen wir euch heute ein bisschen über unsere Methoden.


Meine Schneide-Geschichte

Ich war in meinem ganzen Leben gerade zwei Mal beim Frisör!!! Das glauben mir viele nicht. "Wie lässt du dann die Haare färben? Aber dann wird doch alles krumm und schief!". Auch hier: Nö. Als Kind bekam ich wohl immer von irgendwelchen Tanten oder Freundinnen (meiner Eltern) die Haare geschnitten. Bis ins Teen-Alter hinein kam regelmäßig eine befreundete Frisörin meiner Mutter zu uns nach Hause und hat die ganze Familie "versorgt". 
Mit 16 war ich im Urlaub das erste Mal beim Frisör, da dank Sonne & Salzwasser etwas ab musste. Mit 17 war ich das nächste Mal bei einem Frisör und da passierte das, was wohl jeder kennt: Es muss etwas neues her! Da wurden meine Haare heller gefärbt (von Mittelblond auf Hellblond) und ich bekam einen fetten Stufenschnitt in das damals knapp taillenlange Haar verpasst inkl. farbigem Undercolor. Fand ich damals cool und gefiel mir lange. Der Undercolor wechselte noch mehrfach die Farbe, doch die Stufen hatte ich bald satt und lies sie daher heraus wachsen. 
Von 16 an experimentierte ich auch immer wieder mit bunten Farben und färbte das oft selbst bzw. mit Hilfe einer Freundin oder der stets geduldigen Mama (danke dafür!).
Mit Anfang 20 versuchte ich mich das erste Mal am Haare selbst schneiden. Das klappt theoretisch gut und viele machen das schon lange so. Bei mir ging es in die Hose und seitdem lasse ich die Finger davon. Ich bekomme einfach keine gerade Kante hin, geschweige denn eine leichte U-Form, die mir am besten gefällt. Wer Interesse hat: Anleitungen nach Feye oder ein Video von Haartraumfrisuren & Haselnussblond.
Geschnitten wurde seitdem selten und nach Bedarf von - ihr ahnt es schon - irgendwelchen Freundinnen :D Ich wollte die Haare einfach lang haben und da kann man natürlich nicht monatlich alles neu hinzugewachsene wegschneiden.
In den letzten Jahren mache ich es meist so, dass entweder mein Partner schneidet oder ich die Haare auf einem Forentreffen vom Langhaarnetzwerk geschnitten bekomme. Da es sich seit langem nur noch um Spitzenschnitte handelt, ist das absolut kein Problem! Ihr benötigt nur jemanden, der nicht elendig grobmotorisch ist und eine gute Haarschneideschere.


Mein Equipment

Ich muss zugeben, besonders viel ausgegeben oder sonst wie investiert habe ich nicht. Es gibt sehr viele Haarschneidescheren und die meist kaufen wohl eine günstige aus der Drogerie für <10€. Besser als eine stumpfe Papierschere im Haushalt sind diese allemal, aber auf Dauer und bei langjähriger Benutzung schadet man sich damit wohl eher. Denn: Stumpfe Schere splisst das Haar eher, als dass es sauber geschnitten wird und nicht gleich wieder splisst.
Daher schaut euch mal im Friseurbedarf um, die Auswahl ist groß und es gibt für jede Preisklasse eine Schere. Ich besitze derzeit auch lediglich ein recht günstiges Modell, möchte aber früher oder später aufstocken. Mein jetztiges Modell ist eine 6'' Schere von Academy, die nächste Schere soll von Jaguar sein, quasi der Mercedes unter den Haarschneidescheren ;)
Zum Haare schneiden benutze ich am liebsten einen kleinen Frisierkamm aus Plastik, denn damit kann man die Haare nochmals ordentlich nachkämmen, schneiden und auch gut abteilen.
Mehr benötige ich nicht. Falls ihr noch etwas Unterstützung beim Schneiden sucht, könnt ihr euch einen CreaClip zulegen. Bei Wuscheline findet ihr einiges darüber.



Der Haarschnitt

Ich bekomme meine Haare meist trocken geschnitten. Extra waschen finde ich überflüssig und da der Haarschneide"termin" meist nicht dann stattfindet, wenn ich gerade die Haare frisch gewaschen habe, werden sie eben trocken geschnitten.
Einfacher wird es allerdings, wenn die Haare davor kurz angefeuchtet werden. Entweder ihr haltet euch simpel die letzten Zentimeter unter Wasser oder ihr greift zu einem Pumpspender mit Wasser. Ich setze noch eins oben drauf und greife einfach zu meinem Protein-LeaveIn. Das befeuchtet und glättet nicht nur das Haar, sondern gibt gleich eine Extraportion Pflege.
Ich gehe also so vor, dass ich erst die Haare mit einem Kamm grob entwirre, dann wird ordentlich mit einer Bürste gekämmt und am Ende richtet der/die Schneidemeister*in die Haare mit dem feinen Kamm und befeuchtet die Haare. Dann kann geschnitten werden!
Ich bevorzuge meist einen kleinen Schnitt von maximal 5cm, doch wenn viel kaputt ist, muss auch mal mehr fallen. Dies seht ihr zB. im haarigen Jahresrückblick von 2015. 
Egal wie viel geschnitten wird, ich finde eine U-förmige Kante viel schöner als eine blockige gerade Kante. Die entsteht nämlich bei glattem Haar recht schnell, daher bevorzuge ich für mich eine leichte U-Form.

Mein letzter Schnitt fand erst gerade vor ein paar Tagen statt und davon möchte ich euch noch kurz berichten. Mein Ziel war es, eine Haarlänge auf Unterkante Po zu tragen und dies habe ich pünktlich zum neuen Jahr erreicht *freu* Mehr dazu wird demnächst in einem gesonderten Beitrag folgen. Mit dem erreichtem Ziel startet auch mein Vosrhaben, regelmäßig den Zuwachs zu schneiden, um nicht nur die Länge zu halten, sondern auch die Kante voller zu bekommen.
Der aktuelle Schnitt betrug 3cm. Zuvor hatte ich eine Länge von 112cm (nach SSS gemessen, also von Stirn-Scheitel-Spitzen), danach eine Länge von 109cm.

Kante vor dem Schneiden auf 112cm Länge - der Meter markiert ca Unterkante Po

Kante nach dem Schnitt bei 109cm

Wie man sieht, ist nicht viel gefallen, aber die 3cm haben optisch viel ausgemacht! Das fransige am Ende ist weg, die Kante ist wieder als solche sichtbar und es ist genau auf meiner Wunschlänge. Die Seiten sind wie immer etwas dünn, das sieht man auch deutlich. Da hoffe ich, dass sich die Seiten mit jedem weiteren Trimm etwas angleichen können und so irgendwann eine satte Kante entstehen kann.


Ausblick

Alle weiteren Beiträge findet ihr wie immer unter Haarbande.
Das Thema für Februar wird wieder ein Leserwunsch sein, die ihr auf Haarbande abstimmen konntet im letzten Jahr. Gewählt haben wir dieses Mal "Haarschmuck". Was wir genau daraus machen, sehr ihr dann in vier Wochen!


Wie handhabt ihr das? Geht ihr regelmäßig zum Frisör, lasst ihr euch die Haare privat schneiden oder schneidet ihr selbst? Und seid ihr Kategorie "jeden Monat eine neue Frisur" oder eher "wachsen lassen / meist gleiche Frisur"? 


Eure



Kommentare:

  1. Wow, herzlichen Glückwunsch zum Klassiker! Und die nachgeschnittene Kante sieht wirklich toll aus.
    Sehr heiße Bilder, nebenbei bemerkt. :D :*

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    1. :-D Bei Kante auf Klassik muss ja wohl oder übel der Hintern drauf...
      Vielen Dank dir, bin auch wesentlich zufriedener als vorher und freue mich schon total, die Kante nun durch Trimms nach und nach verdicken zu können.

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  2. Hihi, das mit den gleichen Verlinkungen ist witzig, aber irgendwie auch unumgänglich, oder? Feye und Haartraum sind nun mal feste Größen, wenn man die Haare selbst schneiden will.
    Deine Haare gefallen mir übrigens sehr sehr gut! Tolle Länge und Farbe.
    LG
    Meike

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    1. Danke dir =)
      Ich denke, es ist gar nicht so schwierig, aber da ich so pingelig bin, lasse ich lieber jemand anderen ran. Da das ohne Probleme klappt, muss ich ja nicht unbedingt selbst schneiden. Freut mich, dass das bei dir klappt!

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  3. Mir gefällt der rundliche Schnitt sehr gut. Ich lasse wieder wachsen, diesmal nicht mehr mit gefühlt sechs verschiedenen Stufen, was am Ende meine Haare viel zu fisselig aussehen lässt. Selbst trau ich mich nicht zu schneiden. Schlechte Erfahrungen mit meinen Pony (zu schief, zu kurz) waren das Resultat ;-)
    LG
    Nicole

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    1. Wie lang sind deine Haare denn aktuell? Stufen können leider sehr schnell etwas schwierig werden. Da muss schon alles passen!

      Liebe Grüße zurück =)

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    2. Sie gehen mir aktuell bis zu den Schultern. Einen Dutt kann ich zwar machen, am Hinterkopf fliegen immer wieder ein paar Haare raus. Seit dem ich sie nur alle zwei bis drei Tage wasche wachsen sie sehr schnell. Vielleicht ist das auch nur Einbildung :-)

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  4. Aufgrund meiner Naturlocken ist das nicht viel Raum für Schnitt-Experimente. Letztes Jahr habe ich mich verleiten lassen, beim Naturfriseur wieder eine Stufe schneiden zu lassen, damit sie lockerer fallen. Ich hätte es wissen müssen; ich fand's schnell furchtbar - ich trage meine Locken nie wirklich, sondern immer nur in Wellen. Mit 12 hat mir die Mama meiner besten Freundin (Friseurin) mal einen Pony geschnitten, weil ich das so toll fand. Sah auch furchtbar aus. Jetzt variiere ich also nur in der Länge, die sich aber auch immer um die Schulter herum bewegt. Entsprechend gehe ich zum Friseur: ich lasse sie wachsen und kriege dann alle paar Monate 'nen Rappel und dann kommt was ab :D

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    1. Hm ich dachte gerade mit Locken sei da mehr Spielraum? Zumindest für einen klassischen Spitzenschnitt. Die kringeln sich ja dann ohnehin in jede Richtung. Was ist eigentlich der Grund, dass du deine Locken nicht noch mehr heraus kitzelst und sie stattdessen wellig trägst?
      Pony ist bei Locken aber auch extrem schwierig und sieht selten gut aus :-D

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  5. Wir haben unsere Haare lange Zeit von einem befreundeten Friseur schneiden lassen. Leider hat dieser keine Zeit mehr dafür und wir haben mittlerweile eine Friseurin gefunden, die zu uns nach Hause kommt. Allerdings lasse ich nur alle paar Monate die Spitzen und den Pony schneiden. Ans selber schneiden würde ich mich auch nicht ranwagen.

    LG Michaela

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    1. Das klingt doch auch sehr entspannt =) Ich würde ja auch zum Frisör gehen, denn früher oder später findet man ja meistens ein Geschäft, mit dem man zufrieden ist. Gibt nur keine Notwendigkeit dafür und das Geld zu sparen ist als Student auch nicht schlecht =)
      Hehe, ich denke fast jeder hat Haarfarbenexperimente durch, gerade als Teen :D

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  6. PS: Musste dank deines Artikels noch daran denken, wie ich mit etwa 16 ganz todesmutig zusammen mit meiner Mama meine hellblonden Haare mit Henna gefärbt habe. :-D

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    1. Uaaaah, bei mir war es anders herum, hennarote Haare zusammen mit meiner Mutter zu blondieren versucht, Richtung Naturhaarfarbe, mehrfach, weil's natürlich nicht rausging, gaaanz große Katastrophe! :D

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    2. Ui, das kann ich mir bildlich vorstellen :D Henna und Blondierung geht wirklich nicht...

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  7. Deine Haarfarbe ist wirklich toll und der Unterschied zur graden Schnittkante sehr schön festgehalten!
    Ich bin bei meinen Haaren ähnlich im Verhalten wie Du: ich lasse sie nur privat schneiden (früher meine Mutter, jetzt mein Partner) und auch immer nur die Spitzen, da meine Wohlfühllänge der Hosenbund (einer tief geschnittenen Jeans) ist. Nach laaangen Jahren schwarz gefärbter Haare bin ich seit ein paar Jahren wieder beim Naturblond.
    Viele Grüße Tea

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    1. Danke dir =)
      Klingt ebenfalls sehr entspannt und es schneiden wohl doch mehr zu Hause, als ich dachte! In meinem Umfeld ist es irgendwie 50:50, die einen machen alles selbst/privat, die anderen gehen regelmäßig zum Frisör.
      Dunkelblond klingt so schön! Wie hast du den Übergang von schwarz auf Naturhaarfarbe gelöst?
      Liebe Grüße
      Valandriel

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  8. Eine tolle Länge! Mir geht es wie dir, für ein bisschen Spitzen schneiden ab und zu gehe ich nicht zum Frisör. Ich schneide selber, allein schon, weil ich dann zeitlich flexibel bin, aber man spart dabei natürlich auch einiges an Geld. :) Viele Grüße :)

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    1. Selber schneiden ist natürlich noch flexibler, als mit jemandem etwas auszumachen, das stimmt. Klappt bei mir zum Glück ohne Probleme und die Freunde bezahle ich ja auch nicht - gibt es eben ein Dankeschön und eine andere Revanche =)

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  9. Wow, nur zweimal beim Friseur gewesen, das find ich toll :) Ich gehe überhaupt nich gerne zum Friseur, lasse die Haare so lange wachsen, bis sie mich nerven :). Frisur hab ich eh keine^^. Den Sidecut schneide ich selbst nach.

    LG Binara

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    1. Hehe danke =) Viele finden das ja eher seltsam, wenn es welche sind, die häufig zum Frisör gehen. Für mich ist das nur einfach nichts, ich mag es dort ebenso wenig wie du. Für mich ist das keine Entspannung oder Verwöhnen lassen, sondern ein unangenehmer Pflichttermin.
      Oha, Sidecut selbst schneiden? Das habe ich mich nie getraut und es immer meinen Partner machen lassen :D

      Liebe Grüße zurück!

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