Donnerstag, 12. Mai 2016

Haarbasics: Bürsten & Kämme



Zur Pflege von Haaren gehören zwangsläufig Kämme & Bürsten dazu. Wie wichtig diese jedoch sind, merkt man vor allem dann, wenn man die Haare lang wachsen lässt oder bruchanfälliges empfindliches Haar besitzt. Ich horte zwar keine Kämme und besitze auch nichts teures in der Hinsicht, aber einige Dinge sollte man schon beachten und um diese geht es im Folgenden.


Was ist zu beachten?


  • Als erstes: kauft hochwertige Bürsten und Kämme! Sie müssen nicht teuer sein. Allerdings sollten sie gut verarbeitet und gratfrei sein, denn an rauen Stellen brecht ihr euch nur das Haar ab. Bei Bürsten welche ohne Noppen kaufen oder bei abgebrochenen Noppen auf den Spitzen eine neue Bürste kaufen, denn die Bruchstelle sorgt auch wieder für Haarbruch.
  • Es gibt viele Materialien: Horn, Holz, Plastik, Kautschuk usw.. Welches man wählt, hängt vom eigenen Geschmack und vom Verwendungszweck ab. Holz solltet ihr niemals nass werden lassen, dh. für nasse Haare anderes Material nehmen.
  • Am besten immer unten in den Spitzen mit dem Kämmen anfangen und von dort aus strähnchenweise nach oben arbeiten. Bei 5cm Haarlänge erübrigt sich das natürlich ;)
  • Auch sollte man nicht gleich mit der Bürste durch ratschen, sondern lieber erst mit den Fingern oder einem groben Kamm entwirren und dann fein kämmen.
  • Es gibt enorm viele verschiedene Typen an Bürsten und Kämmen: Rundbürste, Paddlebürste, Wildschweinborstenbürste, Staubkämme, Frisierkämme, Lockenkämme... Da muss man einfach schauen, was man selbst benötigt und es ggf. vom Haartyp abhängig machen.
  • Auch Kämme und Bürsten möchten gepflegt werden! Dazu regelmäßig die Produkte von Haaren befreien und mit etwas Wasser und Shampoo reinigen, danach gründlich trocknen lassen.
  • Bei Holz: nicht einweichen, sondern nur mit einem feuchten Lappen abreiben und anschließend etwas einölen. Das Holz quillt sonst auf, wie bei nassem Haar auch.


Meine Utensilien


Das älteste Produkt, was ihr hier sehen könnt, ist mein Holzkamm von The Body Shop. Ich kaufe schon lange nichts mehr dort ein, da sie nicht tierversuchsfrei sind, aber damals (2008) war das meine erste Anlaufstelle für einen Holzkamm. Ich habe ca. 4-5€ dafür bezahlt und er hält bis heute. Er ist 12cm lang und der Zinkenabstand beträgt 0.5cm. Natürlich sieht er dank Nachdunkeln und Verfärbungen durch Haarfarbe nicht mehr so schön aus, aber das stört in der Handhabung nicht, da er eben immer noch gut verarbeitet ist. Nachdem ich mit den Fingern entwirrt habe, kommt der Kamm zum Einsatz, denn damit merke ich sofort verknotete Stellen und kann sie dann vorsichtig entwirren. Auch ist dies mein Taschenkamm für unterwegs, wenn ich meine Haare offen trage, denn meine Haare verknoten sehr schnell und dann mag ich nicht mit einer feinen Bürste dran gehen.

Nach dem Kämmen kommt die Bürste zum Einsatz. Diese ist scheinbar No-Name oder ich habe es vergessen. Sie besteht ebenfalls aus Holz und ist 22cm lang. Gekauft hatte ich sie vor ca. 3 Jahren im Alnatura. Toll finde ich die geraden glatten Stifte aus Holz, die ohne Noppenaufsätze auskommen. Ein Stift ist vor ein paar Monaten abgebrochen und ich habe das verbleibende Stück einfach herausgezogen. Ein fehlender Stift am Rand stört nicht weiter und ist für mich noch kein Grund für eine neue Bürste. Ich habe an der Bürste nichts auszusetzen, auch die Größe stimmt: nicht so groß, dass sie unhandlich für mich wird, aber auch nicht so klein, dass man ewig mit Bürsten beschäftigt ist.

Nach dem Bürsten bin ich eigentlich schon fertig, doch manchmal kommt noch der Staubkamm zum Einsatz. Eigentlich wollte ich hier einen aus Holz von Lebaolong, doch der ist dort irgendwie immer ausverkauft. Daher habe ich ich einfach den aus Plastik für kleines Geld im Müller gekauft. Er ist relativ wabbelig an den Zinken, also wirklich nur bei sehr gut durchgekämmten Haaren verwenden oder bei feinem Haar! Zum klassischen Auskämmen von Staub (was schon sinnvoll sein kann wenn man sich nicht täglich die Haare wäscht) ist er okay, aber ich mache das sehr selten.
Daher benutze ich ihn vorwiegend zum Kämmen der Zopfquaste, sollte diese nach dem Flechten durcheinander sein oder zum hinkämmen vom Haar am Oberkopf bei Frisuren. Damit kann man auch mal eine kleine Lücke kaschieren.

Den Tangle Teezer habe ich geschenkt bekommen und ich finde ihn okay. Zum perfekt durchkämmen benutze ich ihn manchmal nach der Holzbürste, aber täglich ist mir das zu aufwendig bzw. unnötig. Gekämmt und ordentlich sind meine Haare auch nur mit Kamm & Bürste und zudem habe ich Bedenken, dass durch die feinen eng stehenden Plastikstifte doch irgendwie Spliss entstehen kann. Daher benutze ich ihn nur ab und an zum sehr gründlichen durchkämmen. 

Das kleine Bürstchen und der Rechen sind übrigens nicht für die Haare gedacht, sondern für die Bürste. Damit lässt sich die Bürste spielend einfach von Haaren und Fusseln befreien und man muss nicht ewig mit den Fingern nach den Haaren puhlen. Mit der Minibürste gelangt man auch gut in die Zwischenräume von Kämmen, die nicht zu feinzinkig sind. Ansonsten gehe ich da mit einem gefalteten Küchentuch durch, bis alles sauber ist. Die beiden Teile gibt es oft als Set, aber eigentlich reicht der Rechen schon aus. Gibt es im Internet oder in Naturkost / Bioläden öfters mal. Ich habe sie bei einem Naturfrisör in der Stadt gekauft und möchte sie wirklich nicht mehr missen!

Nicht auf das Bild geschafft hat es meine Shampoobürste. Die benutze ich nämlich selten und zwar höchstens ein Mal im Monat, wenn ich meine Prewash-Kur einarbeite, denn nur mit den Fingern gibt das bei mir sonst gnadenloses Chaos. Was mich störte: sie hat extrem nach Plastik gestunken beim Kauf und das hielt trotz abspülen und waschen lange an. Vorteil: sie ist günstig und man kann sie bedenkenlos im nassen oder feuchten Haar verwenden. Nochmal kaufen würde ich sie allerdings nicht, sondern, eher in einen Kamm aus Plastik oder Kautschuk investieren. Es handelt sich übrigens um dieses Modell.


Was fehlt?

Ich hätte gerne noch einen kleineren Taschenkamm, denn meiner mit seinen 12cm ist nicht wirklich für eine winzige Handtasche gedacht, wenn es mal schicker zugeht. Werde daher noch einen kleinen Kamm bei Lebaolong holen, der wenigstens 3cm kürzer ist. Falls jemand schöne Tipps für einen bezahlbaren Holzkamm mit kürzerer Länge als 10cm hat - her damit! =)
Ansonsten bin ich eigentlich relativ zufrieden. Da ist nichts, was ich wirklich brauche. Wie ihr seht, muss man keine Unsummen für Handwerkzeug ausgeben, um seine (langen) Haare zu pflegen!



Auch andere haben schon viel über Bürsten & Kämme berichtet, schaut doch dort für mehr Informationen rein: Wuscheline, Grow beyond your limits & Anitas Welt.


Was benutzt ihr für eure Haare? Auf was achtet ihr dabei? Und seid ihr ein Bürsten- oder Kammbevorzuger? ;)


Eure

Kommentare:

  1. Ich mache ja so alles falsch, was man falsch machen kann :D
    Ich müsste eigentlich einen Kamm zum Entwirren meiner Locken nehmen, bürste aber immer mit einer Holzbürste mit Noppen durch das feuchte Haar.
    Den Tangle Teezer habe ich mal ausprobiert; auch wenn es an sich gut funktioniert, meine Locken sehen dann immer ausgebürstet und frizzy aus. Mag ich nicht.^^

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    1. Scheint so :-D Den Tange Teezer würde ich aber für Locken nicht so empfehlen, und Bürsten sollen je nach Lockentyp auch nicht sooo toll sein. Schau doch diesbezüglich mal bei Wuscheline rein, die hat ja auch Locken und einiges über Kämme geschrieben =)
      Feucht kämme ich meine Haare eigentlich nie, meist erst dann wenn sie vollständig trocken sind. Ist sowieso schonender, da meine schnell brechen.

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    2. Neuerdings gibt es ja einen Tangle Teezer "Thick and Wavy" und dem konnte ich natürlich nicht widerstehen. :D Ist aber noch nicht da, kann also noch nichts sagen.
      Ansonsten: nasse Haare bitte wirklich höchstens kämmen (oder nur mit den Fingern entwirren), lieber nicht bürsten.

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    3. Ja, das sehe ich auch so bzgl. der nassen Haare, das richtet sonst nur Schaden an. Gut zu wissen, dass TT jetzt auch was für Lockenköpfe hat :-) Wusste das nicht, aber habe auch eher Spaghettihaare :-D

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    4. Oh, da bin ich gespannt!
      Ich hab' tatsächlich auch eine von Wuscheline empfohlene Bürste auf meiner Amazon-Wunschliste^^.
      Ich weiß es ja...aber das ist noch so ein Kindheitstrauma als ich so dicke lockige Haare, die nach dem Waschen ein riesiges Vogelnest waren und das Entwirren einfach ewig gedauert hat. Ich hab's auch schon mit Kämmen probiert, aber Bürste geht soviel schneller und glättet die Haare dann gleich mit...

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    5. Dann kauf die dir doch und probiere es mal aus? Ich finde das Kämmen einfach so viel schonender... und Locken zu glätten finde ich immer schade. Meist plustern die ja durch das auskämmen unschön auf (keine Ahnung, ob das bei dir anders aussieht). Kämmen ist auch irgendwie Übungssache, am Anfang mochte ich Kämme auch nicht so =) Jetzt gibt es oft genug Tage, an denen ich sogar nur kämme und die Bürsten links liegen lasse :-D
      Kindheitstrauma sind immer blöd..Aber nun kannst du ja selbst entwirren ,)

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  2. Hey,
    ein sehr cooler, ausführlicher Bericht, sehr spannend.
    Vor einem Jahr oder so bin ich auf Holzbürsten mit Wildschweinborsten umgestiegen. Ich nutze eine große Paddel-Bürste für morgens wenn es schnell gehen muss und dann zum feineren Pflegen eine kleinere flache Bürste - das war es bei mir auch schon. Ich bin gar kein Kamm-Typ. Den Rechen habe ich auch, müsste meine Bürsten aber regelmäßiger damit auskämmen... Die Shampoobürsten sind völlig an mir vorbei gegangen, aber scheinbar habe ich nicht viel verpasst, wenn Du sie auch nur so selten nutzt.
    Viele Grüße, Tea

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    1. Mit den großen Paddlebürsten komme ich so gar nicht klar, die sind mir viel zu unhandlich.
      Ach, die SAhampoobürste wird deswegen so wenig verwendet, da ich Spülung unter der Dusche nur mit den Händen einknete, die Haare beim normalen Kämmen mit der normalen Bürste bürste und daher bleibt sie eben nur für die monatliche Prewashkur und dafür ist sie wirklich in Ordnung. Nass kämme ich meine Haare ja gar nicht. Würde nur künftig eher einen Kamm statt der Bürste aus Acryl holen.

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  3. Sehr interessanter Post :D Ich mag das Thema Haare so gerne, aber irgendwie kommt abgesehen von spezifischen Haarblogs auf den meisten deutschen Blogs zu kurz wie ich finde ;D Ich verwende seit Jahren die Bamboo Styling Brush von The Body Shop. Die ist so furchtbar praktisch, weil man das Silikonkissen komplett rausziehen kann und noch dazu jede einzelne Reihe der Borsten rausnehmen und reinigen kann. Dadurch ist mir erst bewusst worden, wie oft man seine Bürste eigentlich reinigen muss, da man die Ablagerung sonst gar nicht so richtig sieht, wenn man die Bürste nicht auseinandernehmen kann. Auch super, weil das Holz somit beim Reinigen nicht nass wird. Scharfe Kanten hat sie meines Erachtens auch nicht. Sofern man keine leicht statischen aufgeladenen Haare hat (wurde mir berichtet), kann ich sehr empfehlen :D Sie greift dank der langen Borsten auch bei voluminösen Haaren sehr gut und ist dank ihrer Form gut zum Stylen :) Ups.. das ist jetzt ein bisschen in Schwärmerei ausgeartet ^^ ;D :D Ich kann mich immer so gut kurzhalten.. *hüstel* Den Tangle Teezer mag ich auch, wobei ich letztens festgestellt habe, dass ich die Form von der IKOO Brush besser finden würde. Die liegt besser in der Hand Da hatte ich die große jetzt mal bei jemanden ausprobiert und die Reisegröße geschenkt bekommen. Liebste Grüße

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