Freitag, 14. Juni 2013

Öl fürs Haar - Anwendungsmöglichkeiten & Tipps


  • Pre-Wash-Kur
Vor dem Haare waschen werden die Haare eingeölt. Je nach Haartyp sollte man den Ansatz dabei aussparen und nur die Längen behandeln. Ich feuchte dazu meine Haare etwas an und verteile dann großzügig ab Ohrhöhe Öl in den Haaren. 
Man kann das Öl auch mit Spülung mischen, ich nehme dazu ein Mischverhältnis von 50:50. Beachtet dabei, dass manche Öle schwerer und reichhaltiger sind als andere. Meine Haare mögen Olivenöl nicht so sehr, das bekomme ich dann nur sehr schwer ausgewaschen. Ansonsten ist der Fantasie keine Grenze gesetzt und ihr könnt jedes beliebige Öl nehmen!
Die Einwirkungszeit ist ebenso Geschmackssache. Mindestens eine Stunde würde ich es schon einwirken lassen. Ich trage das immer am Abend vor der Haarwäsche auf, da eine lange Einwirkungszeit für mich optimal ist.
 
  • Leave-In 
Hierbei wird nach dem Haare waschen in die Spitzen oder Längen etwas Öl in die Haare gegeben, da das Öl dann die Feuchtigkeit im Haar bindet. Ich verteile dazu je nach Öl 2-5 Tropfen ab Ohrhöhe bis in die Haarspitzen. 
Das Öl kann natürlich auch zwischen den Wäschen in die Haare gegeben werden. Dazu feuchte ich die Haare wieder etwas an, verteile es aber nur in den Spitzen.
Manche können Öl auch ins trockene Haar geben - da müsst ihr ausprobieren. Bei mir geht das auf keinen Fall. 
Das Öl verbleibt dann bis zum nächsten Haare waschen auf dem Kopf.
 
  • Sprüh Leave-In
Ähnliches Prinzip wie bei einem normalen Leave-In, nur wird dabei Öl in eine Sprühflasche gefüllt und mit Wasser vermischt. Dieses Gemisch nehme ich sehr gerne zum Auffrischen der Längen zwischen den Haarwäschen.
Ich mische immer nur 50ml an, da sich das nicht so lange hält und ich nichts wegschütten möchte. 
Richtlinie: Warmes Wasser, Öl, etwas Spülung oder Aloe Vera. Bei Bedarf können noch ätherische Öle und Protein hinzu gemischt werden. 
Die Menge der einzelnen Bestandteile hängt natürlich davon ab, wie viel Pflege euer Haar verkraftet, bevor es strähnig wird ;)
Mein aktuelles Rezept: 10 Tropfen Aprikosenkernöl, 10 Tropfen Weleda Wildrosenöl, 1EL Henna Balsam Plus, aufgefüllt mit 50ml Wasser. Variiert bei mir aber immer wieder, je nach Lust und Laune!
 
  • Shampoo mit Öl
Ist euch ein Shampoo nicht reichhaltig genug oder ihr wollt euren Haaren mal etwas mehr gönnen? Dann könnt ihr ganz einfach der benötigten Shampoomenge noch etwas Öl hinzufügen!
Ich mische das erst in der Dusche zusammen und rühre das dann einfach auf meiner Handinnenfläche zusammen.
Die Menge ist ebenso variabel, auch in Abhängigkeit von der verwendeten Shampoomenge. Ich persönlich nehme dazu 3 Tropfen Aprikosenkernöl oder Jojobaöl.
 
  • Kur/Spülung mit Öl
Ebenso könnt ihr eine Spülung oder Kur mit Öl reichhaltiger machen. Dazu wird ebenfalls einfach die benötigte Menge an Spülung/Kur mit einigen Tropfen Öl vermischt und direkt aufgetragen.
Hier darf es auch etwas mehr sein, als beim Mischen mit Shampoo. Ich nehme dazu bis zu 15 Tropfen Öl.
 
  • Kopfhautpflege 
In der Regel benötigt eine gesunde Kopfhaut keine Extrapflege, da sie schon durch das körpereigene Fett und Sebum versorgt wird. Manchmal ist sie aber aus dem Gleichgewicht geraten, sodass man sie unterstützen sollte. Dies kann gerade bei Neurodermitis, Schuppen, in langen Heizperioden über den Winter und nach Haarfärbungen vor kommen.
Theoretisch kann dazu auch jedes Öl verwendet werden, allerdings solltet ihr eher leichtere Öle nehmen und wirklich nur sehr wenig nehmen. Sonst wird euer Haaransatz gleich wieder fettig ;)
Manchem Öl wird auch eine haarwuchsförderne Wirkung nachgesagt, wie zB. dem Rizinusöl. 

  • LOC
LOC = Liquid - Oil - Cream! Dies ist sozusagen die verbesserte Variante des einfachen Öl Leave-Ins. Auch hierbei soll die Feuchtigkeit im Haar gebunden werden, sodass die Haare optimal mit Feuchtigkeit versorgt sind.
Als Liquid könnt ihr entweder Wasser nehmen, indem ihr LOC direkt nach dem Haare waschen macht, oder indem ihr eure Haare mit Wasser, Hydrolat oder Aloe Vera/Wasser befeuchtet. Aber Achtung: das Haar muss wirklich sehr nass sein, eine Restfeuchte ist nicht mehr ausreichend genug!
Oil erschließt sich von selbst - Öl nach Belieben. Die Menge muss allerdings, ebenso wie bei der Cream-Phase, sehr gering dosiert werden, da alles zusammen sonst (meistens) zu viel ist und eure Haare klätschig macht. 1-4 Tropfen Öl und eine erbsen- bis haselnussgrpße Menge Cream sollten ausreichen.
Als Cream kann theoretisch jede cremige Substanz verwendet werden - auch Handcreme, Bodybutter, Gesichtscreme etc. Allerdings solltet ihr dabei gut auf die Inhaltsstoffe schauen! Viel Alkohol und Silikon, Filmbinder usw. sind dabei weniger gut. Ich nehme dazu einfach unraffinierte Sheabutter oder Gesichtscreme ohne Glycerin/Alkohol.



Eure

Kommentare:

  1. Ein sehr interessanter Post- danke dafür :)
    Die LOC Methode kannte ich bisher gar nichts, aber sie hört sich ganz interessant an...
    Ich selbst verwende lediglich ab und zu etwas Kokosöl in den Haarspitzen und manchmal etwas Öl für die Kopfhaut, wenn sie mal wieder spannt...

    Liebe Grüße :)

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    1. Viel Spaß beim Ausprobieren ;) Kannst ja dann mal berichten! Ich liebe Öl über alles und verwende es wirklich für alles Mögliche (Haarpflege, Körperpflege, Gesichtspflege, Abschminken).

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  2. ich wusste gar nicht, dass man das öl nach dem haarewaschen, also noch ins nasse haar, einarbeiten soll / kann. habe es immer im trockenen gemacht und fand es so auch gut ;)

    das mit der spülung finde ich interessant! ist bestimmt ein guter tipp für all jene, die ein epsülung haben, die nicht so reichhaltig ist!

    und ich liebe ölkuren vorm waschen *_*

    lg
    svetlana

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    1. Wie gesagt, es gibt Menschen, die mit der trocken-Methode zurecht kommen. Bei mir ginge das gar nicht und ich hätte dadurch nur Stroh auf dem Kopf. Da hast du wohl anderes Haar als ich ;)

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