Donnerstag, 16. Mai 2013

Erste Bio Mangobutter weltweit!

Mangobaum

 

Was ist eigentlich Mangobutter?

Name:
Mangifera indicia

Produkt:
Pflanzenöl aus dem Kern der Mango

Geschmack:
neutral

Konsistenz:
cremig-fest, ähnlich Kakaobutter

Verwendung:
Lebensmittel (Margarine und Schokolade) oder Kosmetik

Eigenschaften:
feuchtigkeitsspendend, leichter UV Schutz


Bio-Mangobutter

In Indien wurde ein neues Rohstoffprojekt initiiert, das zur Produktion von Mangobutter in Bioqualität verwendet wird. Eingeführt wurde das ganze von Dr. Hauschka.

Bislang gab es Mangobutter nicht in Bioqualität, sodass dies eine Neuheit ist - die allerdings einen stolzen Preis hat: Dr. Hauschka zahlt dafür das zehnfache des Marktpreises im Vergleich zu konventioneller Mangobutter!

Die Mangofrucht selbst wurde bislang schon ökologisch zertifiziert angebaut, allerdings die (Weiter-)Verarbeitung des Mangokernes nicht.
Da WALA Heilmittel GmbH, zu welcher Dr. Hauschka gehört, die Biolandwirtschaft weltweit ausbauen will, wurde in diesem Bereich geforscht und investiert.

2009 begannen die ersten Verarbeitungsversuche mit den Mangofrüchten. Da die Mangokerne getrocknet werden müssen und die Regenzeit oft kurz nach der Ernte einsetzt, wird für das weitere Trockungsverfahren Sonnenenergie eingesetzt, um den Bedarf an nicht erneuerbarer Energie zu drosseln. Nach der Trocknungsphase werden die Kerne nach Deutschland verschifft und dort weiter verarbeitet.

Verfahren:
Mangofrucht --> Steine werden getrocknet --> Steine aufschneiden & Kern lösen --> Kern wird getrocknet


Quellen und Bilder:
Dr. Hauschka


Eure

Kommentare:

  1. Sehr aufschlussreich, das wußte ich alles garnicht. Hast nun eine Leserin mehr, würde mich über Gegenverfolgung freuen. LG Romy

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  2. Als ich das erste Mal in der DomRep war (1997), ist mir aufgefallen, dass Mangobäume dort an jeder Ecke wachsen. Das ist in Asien bestimmt nicht anders, insofern wundert es mich gar nicht, dass es Mangobutter bisher nicht bio gab! Trotzdem ein sehr lobenswertes Projekt.

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  3. Da wird schon ein bisschen sehr laut getrommelt...
    Ich liebe die Hauschka-Produkte, aber auch eine ökologische Verarbeitung der Mangokerne gibt es traditionell schon seit Jahrhunderten in Westafrika, z. b. auch durch meine Schwägerinnen - genauso wie Karité oder Bouye, das gerade in der Szene so gehypte getrocknete und pulverisierte Fruchtfleisch des Baobab. Alles in liebevoller Handarbeit und ohne jeglichen Einsatz von (sowieso viel zu teurer) Chemie - nur ist das ganze natürlich nicht von irgend einem deutschen Verband oder gar der EU zertifiziert...
    Wirklich Geld verdient werden kann erst bei der Weiterverarbeitung, mit puren Rohstoffen sind die Margen selbst bei fairen Preisen über Weltmarktniveau nur marginal. Industriell gibt es die natürlich nicht in diesen Qualitäten, aber es gibt zahlreiche Kooperativen, die unterstütenswert sind.
    Ich kaufe Kakaobutter, Mangobutter und Bouye lieber in kleinen Tütchen oder Senfgläsern im Afro-Shop (i. d. R.) beim Heimatbesuch mitgebracht), da bekomme ich sie home-made. Die Karité dort riecht ein wenig komisch, da sie nicht raffiniert ist. Dafür helfen die enthaltenen Planzenstoffe prima bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder wunden Babypos. Schaut euch einfach die Haut afrikanischer Omis an, die haben keine High-End-Kosmetik, aber dafür wunderbare naturbelassene Kernbutter.

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